Adelheid Christ
Heilpraktikerin für Psychotherapie
Zweibrücker Str. 34
76829 Landau/Pfalz
Tel: 06341-968 44 99

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Geringes Selbstwertgefühl

Ursachen

Woran liegt es, dass die einen total von sich überzeugt, positiv gestimmt sind und an sich glauben – während andere voller Selbstzweifel und ängstlich sind?

Die Ursachen sind mehrschichtig.

Persönlichkeitsmerkmale können angeboren oder durch Prägungen im frühen Kindesalter entstanden bzw. verstärkt worden sein. So hat schon der Schweizer Psychotherapeut C.G. Jung einen introvertierten und extrovertierten Typus beschrieben. Es gibt die eher nachdenklichen,  die willensstarken, die impulsiven, die herzlichen und einfühlsamen Menschen, es gibt die Macher, die Strategen, die Individualisten, die Gemeinschaftsmenschen.

Das Selbstwertgefühl hängt jedoch im Wesentlichen davon ab, ob jemand als kleines Kind eine positive, verlässliche, innige Beziehung, anfangs vorwiegend zu einer bestimmten Person, erlebt hat. Wurde ein Baby allein gelassen, konnte es kein Urvertrauen entwickeln. Es konnte sich nicht beruhigen und hat sich nicht als wertvoll erlebt.

Entwicklungstrauma wird dies in der modernen Psychotraumatologie genannt. Mögliche Folgen sind: Entwicklungsverzögerungen, Lernschwierigkeiten, Ängstlichkeit, ein geringes Selbstwertgefühl.

Zum Bedürfnis nach Verbundenheit kommt dann immer mehr das Bedürfnis nach Eigenständigkeit. Fühlt ein Kind sich sicher gebunden, kann es  voller Neugierde in die Welt gehen und Erfahrungen machen. Den Eltern sollte idealerweise der Spagat gelingen, Nestwärme zu geben und gleichzeitig dem Kind immer mehr zuzutrauen.

Und noch etwas ist wichtig: in den ersten Lebensjahren werden Muster  im Unterbewusstsein gebildet. Das sind innere Überzeugungen und bestimmen unser Handeln. Sie sind sozusagen die Brille, durch die wir uns selbst sehen. Bei Mangelerfahrungen sind diese inneren Überzeugungen oft negativ.

Auswirkungen

Die negativen Erfahrungen/Überzeugungen schwächen. Sie sind wie eine Wunde. Um die Minderwertigkeitsgefühle nicht spüren zu müssen, entwickeln wir Gegenmaßnahmen: sie treiben uns zu Höchstleistungen an, wir wollen bei allen beliebt sein, anderen alles recht machen, anderen helfen, die Besten, die Schlauesten, die Schönsten, die Perfektesten, die Fleißigsten oder die Erfolgreichsten sein. Dies wirkt wie ein Beruhigungsmittel, behebt jedoch nicht die Ursache.

Hilfen

Sie fragen sich jetzt sicher: kann ich trotz Mangelerlebnissen in der Kindheit noch ein positiver, starker Mensch werden?

Ja, das können Sie. Wir Menschen können auch umlernen durch neue Erfahrungen und durch neue Erkenntnisse. Wir können lernen, uns Dinge bewusst zu machen, unsere Gefühle selbst zu regulieren, uns wert zu schätzen und selbst bestimmt zu handeln.

Das kostet Kraft, Entschlossenheit und viel Zeit. Wenn Sie diesen Text lesen, ist jetzt vielleicht der richtige Zeitpunkt für Sie.

In einer Psychotherapie begleite ich Sie mit Sachverstand und einer großen Sensibilität.