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Gruppenangebote „Train your mind“ – kompaktes Mentaltraining für jüngere Menschen.

Adelheid Christ
Heilpraktikerin für Psychotherapie
Zweibrücker Str. 34
76829 Landau/Pfalz
Tel.:  06341-968 44 99 

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Gefühle regulieren lernen

Was  heißt Gefühle regulieren?

Gefühle selbst regulieren zu können heißt, eigene Impulse und Erregungszustände wie z.B. Wut oder Angst beeinflussen zu können. Es ist die Fähigkeit, sich selbst zu steuern und Gefühle selbst zu verändern.

Balance von Anspannung und Entspannung

Wir können Einfluss nehmen auf unser Nervensystem, damit es sich in einer Balance von Anspannung und Entspannung bewegt.

Im Idealfall haben wir das in der Kindheit gelernt, wenn wir genügend und ausreichend beruhigt worden sind.

Im Regelfall durch die Mutter wurde gelernt, mit Gefühlen umzugehen und bei überbordenden Gefühlen wie Panik, Schmerz oder Wut aufgefangen. So wurde langsam auch im Inneren ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit aufgebaut. Dies heißt in der Fachsprache, wir wurden Co-reguliert.

Notwendige Co-Regulation

Bei vielen Menschen jedoch fehlte solch eine zuverlässige und liebevolle Zuwendung in der frühen und auch späteren Kindheit. Dies bedeutet, das Nervensystem befand sich schon sehr früh in einem hohen Stresszustand. 

Es fand nie ein Shutdown statt, eine Entspannung und Beruhigung. Die Betroffenen wurden oft weggespült von starken Gefühlen. Diese wurden als Kontrollverlust und Bedrohung erlebt. 

Mechanismen zum Gefühlsmanagement

Um trotzdem überleben zu können, hat die Natur Mechanismen eingerichtet. Natürliche Reaktionen auf Gefahr und hohen Stress sind Flucht oder Angriff. Beides ist im Kleinkindalter nicht möglich, da sein Überleben abhängt von Erwachsenen.

Deshalb passiert oft eine dritte natürliche Reaktion, um zu überleben. Es können Gefühle abgespalten werden, so dass sie nicht mehr spürbar sind. Dies geschieht durch Erstarrung (Depression), Überanpassung, hohe Wachsamkeit, inneren Rückzug, Lethargie oder Schlaf. Diese Mechanismen entstehen aus dem großen Gefühl der Ohnmacht, Hilflosigkeit und des Ausgeliefertseins.

All dies sind hohe und komplexe Anpassungsleistungen und sehr sinnvoll in dieser Situation.

Spätfolgen

Doch das Problem entsteht  in der Folgezeit. 

Die erlernten Anpassungsleistungen werden chronisch, verfestigen sich. Der eigene Körper und die Gefühle werden als bedrohlich wahrgenommen. Viele Reaktionen werden dann unterdrückt. Das Nervensystem befindet sich nie in einem regulierten und entspannten Zustand, da immer eine überschüssige Energie im System festgehalten wird. Dies zeigt sich in folgenden Anzeichen:

  • eine gewisse Starrheit
  • geringe Flexibilität
  • der Betroffene ist sofort auf 180
  • die Muskeln sind verspannt
  • permanente Überforderung
  • Gefühl, nur zu funktionieren
  • fehlende Fröhlichkeit
  • fehlendes Vertrauen ins Leben

Nachträgliches Lernen

Es gibt aber Wege zur „Nachjustierung“. Wir können auch noch im Erwachsenenalter lernen, unsere Gefühle zu regulieren. Wir können lernen, in Alternativen zu denken, bewusste Entscheidungen treffen, eine Verbindung zu unserem Körper und zu unserem Inneren aufbauen.

Dies ist ein längerer Prozess. Es ist ein Heilungsweg in einer sensiblen Psychotherapie.